Uptown Funk - Der Erfolgshit von Mark Ronson feat. Bruno Mars im Detail
Musikproduzent Mark Ronson und Sänger Bruno Mars veröffentlichten „Uptown Funk“ am 10. November 2014. Es war der erste Titel, der vorab als Single-Auskopplung aus Ronsons viertem Studioalbum Uptown Special (2015) erschien.
Er entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Hits der 2010er Jahre. Dazu trugen eine gut durchdachte Produktion, mitreißende Rhythmen und die Wiederbelebung der klassischen Funkmusik in einem modernen Sound bei.
In diesem Artikel blicken wir auf die Entstehung, die Musik und die Bedeutung des Textes. Dann erfährst du mehr über den Erfolg, über Coverversionen und Remixe des Liedes.
Überblick über die Themen (Zum Schließen anklicken)
- Die Entstehung von Uptown Funk
- Die Idee zu Uptown Funk
- Uptown Funk: Die Arbeit in Aufnahmestudios
- Welche Bedeutung hat der Songtext?
- Uptown Funk: Warum die Musik so eingängig ist
- Das Musikvideo zu Uptown Funk
- Die Meinung der Musikkritiker
- Internationale Erfolge in den Charts und Auszeichnungen
- Coverversionen und Remixe von Uptown Funk
- Coverversionen des Erfolgshits
- Remixe von Uptown Funk
- Warum Uptown Funk ein moderner Klassiker ist
- Zusammenfassung
Die Entstehung von Uptown Funk
Im Anfangsstadium spielten Bruno Mars und seine Band The Hooligans eine frühe Version als Jam (zwangloses Zusammenspiel) auf ihren Konzerttourneen. Später schrieben Mark Ronson, Bruno Mars, Produzent Jeff Bhasker und Philip Lawrence den Song.
Die Idee zu Uptown Funk
In einer Session im Studio von Bruno Mars, bei der Mark Ronson und Jeff Bhasker dabei waren, ging es dann weiter. Sie hatten die Idee, den Song All Gold Everything von Trinidad James einzubauen. Diesen Titel spielte die Band von Bruno Mars während des Soundchecks auf Tourneen. Die erste Zeile „Don’t believe me, just watch. Don’t believe me, just watch” wandelten sie in „This shit, that ice cold/ Michelle Pfeiffer, that white gold” um. Sie hatten so die Keimzelle einer richtig guten Idee gefunden, wie Mark Ronson im Interview mit dem Magazin Billboard erzählte.
Uptown Funk: Die Arbeit in Aufnahmestudios
Mark Ronson und Bruno Mars arbeiteten dann sieben Monate weiter an dem Stück. Wenn Bruno Mars auf Tour war, machten sie die Aufnahmen weltweit an vielen verschiedenen Orten.
Die Belastung bei den Aufnahmen war so enorm, dass Mark Ronson einmal einen Schwächeanfall erlitt, als er die Gitarrenpartie weiter verbessern wollte. Zwei Tage später klappte es dann in Toronto bei der 82. Aufnahme.
Die Songschreiber nahmen sich vor, den Sound der Funkbands aus den 1970er und 1980er Jahren nachzuahmen. Sie orientierten sich dabei an Interpreten wie James Brown oder Prince.
So ist es nicht verwunderlich, dass nachdem „Uptown Funk“ veröffentlicht wurde, andere Künstler wegen Verletzung von Urheberrechten vor Gericht zogen. Ein Beispiel ist eine Ähnlichkeit mit Oops Up Side Your Head (1979) der Gap Band. Das führte dazu, dass Keyboarder Rudolph Taylor und Produzent Lonnie Simmons als weitere Autoren aufgenommen wurden.
Welche Bedeutung hat der Songtext?
In „Uptown Funk“ feiert Bruno Mars das Nachtleben einer Stadt.
Er singt im Stil eines Künstlers, der seine Lässigkeit dauernd übertreibt („I’m too hot, make a dragon wanna retire, man“). Dadurch wirkt seine Darbietung sehr überzogen.
„Michelle Pfeiffer, that white gold“ und „hood girls / good girls“ in den ersten Zeilen sind bewusste Überzeichnungen. Schauspielerin Michelle Pfeiffer steht hier für eine schöne und elegante Frau, die so kostbar wie Weißgold ist.
Er feiert sowohl die selbstbewussten „hood girls“ aus ärmeren Vierteln als auch die angepassten „good girls“ aus wohlhabenden Staddtteilen. Mit „straight masterpieces“ wird ausdrückt, dass beide Gruppen bemerkenswert attraktiv und faszinierend sind. Der Text hebt damit die Besonderheiten beider Gruppen humorvoll hervor.
Die Zeile „Girls hit your hallelujah“ ist bildhaft und bedeutet so viel wie „Mädels, zeigt mir, wie sehr ihr ausrastet.“
Der Songtext ruft dazu auf, sich im Nachtleben einer Stadt zu amüsieren und die Nacht zu genießen.
Den Songtext findest du hier.
Uptown Funk: Warum die Musik so eingängig ist
Mit einer Mischung aus Funk, Pop und Soul klingt das Lied nach der Musik der 1970er und 1980er Jahre. Bruno Mars und Mark Ronson schufen die Atmosphäre einer riesigen Party. Dazu kommt dann noch ein übertriebener Text mit zahlreichen Reimen.
Der Rhythmus im Tempo von 115 Beats pro Minute, der Sound druckvoller Hörner und der leidenschaftliche Gesang von Bruno Mars tragen dazu bei, dass das Lied sofort ins Ohr geht.
Erinnerungen an Gospelmusik kommen auf, wenn er „Girls hit your hallelujah“ singt. Dann folgt „Whoooo“ als Hintergrundgesang. Wegen dieses Spiels von Ruf und Antwort fühlen sich insbesondere junge Frauen emotional angesprochen.
Die einprägsamen Textzeilen und die Ruf- und Antwort-Abschnitte animieren die Hörer mitzumachen. Das Lied kommt daher auf vielen Partys beim Publikum gut an.
Das Musikvideo zu Uptown Funk
Das offizielle Musikvideo, bei dem Bruno Mars und Cameron Duddy Regie führten, kam am 17.November 2014 heraus.
In der Liste der weltweit meistaufgerufenen YouTube-Videos steht das offizielle Musikvideo zu „Uptown Funk“ mit über 5,8 Milliarden Aufrufen (Stand: 14. Juli 2026) auf Platz 10.
Das Video spielt in vielen Städten, in denen Bruno Mars auf Tour war. Bei einzelnen Szenen bildete die „New York Street“ des 20th Century Fox Studios die Hintergrundkulisse.
Mark Ronson und Bruno Mars tragen bei den Aufnahmen Kleidung der späten 1970er und 1980er Jahre. Das Video zeigt Bilder eines ausgelassenen Straßenfestes und es passt dadurch hervorragend zur Stimmung, die der Song vermittelt.
Bruno Mars und seine Begleitband The Hooligans singen und tanzen mitten auf einer Straße, während Ronson größtenteils im Hintergrund zu sehen ist. Am Ende performen Mark Ronson, Bruno Mars, The Hooligans und Jeff Bhasker den Titel gemeinsam.
Die Meinung der Musikkritiker
Kritiker beurteilten den Song überwiegend positiv. Sie lobten die Instrumentierung, den Stil und die Einflüsse unterschiedlicher Musikrichtungen. Andere bezeichneten ihn als wenig innovativ, weil er die Funkmusik der 1980er Jahre nachahme.
Nick Murray vom Magazin „Rolling Stone“ bewertete das Lied mit vier von fünf Sternen. Er sagte, dass Mars, Ronson und The Hooligans „die Tage kanalisieren, als Prahlereien nicht bescheiden und Disco nicht Retro waren.“
Brennan Carley von Spin bemerkte die Ähnlichkeit zwischen dem Rapping-Stil von Bruno Mars und dem Stil von Sängerin Nelly. Den Gesang beurteilte er positiv, weil er "leicht und sprudelnd" sei. Bei der Basslinie sieht Carley Ähnlichkeiten mit Prince.
Jim Farber von der New Yorker Tageszeitung „Daily News“ vergab drei von fünf Sternen. Er urteilte: „Es ist nicht einmal ein Song. Es ist ein Vamp, eine Flut von „Hit-me“-Rhythmen in dem Stil, den James Brown geprägt und vertieft hat. Der Gesang auf „Funk“ von Bruno Mars mag zwar Schwung haben, aber es fehlt ihm an Seele, ganz zu schweigen von einem Hauch von Individualität. Zum Glück für Ronson reicht offenbar schon Schwung allein aus, um auf Platz 1 zu kommen.“
Internationale Erfolge in den Charts und Auszeichnungen
„Uptown Funk“ hatte einen beispiellosen Erfolg. Der Song eroberte die Spitzenpositionen der internationalen Charts.
Er stand 14 Wochen hintereinander auf Platz eins der US-amerikanischen Billboard Hot 100.
Bereits einen Monat nach seiner Veröffentlichung erreichte er als Neueinsteiger Platz eins der britischen Singlecharts und hielt die Position insgesamt sieben Wochen.
In Deutschland kam der Titel auf Rang drei der Singlecharts. Mit insgesamt 56 Wochen in den deutschen Charts war er ein ausgesprochener Langläufer.
Der Song erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Darunter sind mehrere Grammy Awards. Unter anderem sind es diese:
- 2015 wurde das Lied bei den Brit Awards als britische Single des Jahres ausgezeichnet.
- Im Jahre 2016 gewann der Titel bei den APRA Music Awards in der Kategorie „International Work of the Year“.
- Der Titel wurde bei den American Music Awards 2015 als „Song of the Year“ und „Collaboration of the Year“ nominiert.
Coverversionen und Remixe von Uptown Funk
Vom Original erschienen zahlreiche Neuaufnahmen mit anderen Interpreten (Cover) und Neubearbeitungen des Originals (Remixe). Künstler der unterschiedlichsten Musikrichtungen brachten ihre besonderen Interpretationen von „Uptown Funk“ heraus. Wir werfen zunächst einen Blick auf Coverversionen und dann sehen wir uns die wichtigsten Remixe an.
Coverversionen des Erfolgshits
Seit der Veröffentlichung des Hits erschienen 99 Coverversionen. Eine interessante Variante brachten Martha Psyko und der Survivors Club im November 2023 heraus. Hier siehst du das Cover der ecuadorischen Violinistin Martha Psyko.
Remixe von Uptown Funk
Mark Ronson und Bruno Mars arbeiteten mit dem legendären britischen DJ Benji B zusammen, um einen Party-Track zum Tanzen zu produzieren. Das besondere Merkmal ist der wummernde Bass, der den fetzigen Sound des Originals begleitet. Der Remix erschien unter der Bezeichnung Uptown Funk (BB Disco Dub Mix) (Benji B Remix).
Eine EP mit drei verschiedenen Remixen und der Originalversion erschien am 13. April 2015 als digitaler Download auf iTunes. In der Liste findet du die Remixe mit einem Link zum jeweiligen YouTube-Video.
Eine Playlist mit 16 inoffiziellen Remixen findest du ebenfalls auf YouTube.
Warum Uptown Funk ein moderner Klassiker ist
„Uptown Funk“ verbindet klassische Funk-Elemente mit moderner Popmusik. Dies und die folgenden Gründe machen den Song zeitlos:
- Ein mitreißender Rhythmus, der zum Tanzen animiert
- Eingängige Textzeilen, die für einen hohen Wiedererkennungswert sorgen
- Das Musikvideo gibt hervorragend die Stimmung des Liedes wieder
- Durch die Mischung unterschiedlicher Musikrichtungen spricht der Song unterschiedliche Altersgruppen an
Der Titel hat zudem dazu beigetragen, dass Elemente des Funks vermehrt in die moderne Popmusik einfließen. Hier sind drei Beispiele der letzten Jahre:
- Turn Up The Sunshine - Diana Ross feat. Tame Impala (2022)
- Miley Cyrus – Flowers (2023)
- Taylor Swift - The Fate Of Ophelia (2025)
Zusammenfassung
Mit der Verbindung von Funk mit moderner Popmusik überbrückt „Uptown Funk“ Generationenunterschiede und lädt die Hörer ein, auf die Tanzfläche zu gehen. Das genreübergreifende Stück würdigt die Funkmusik und gibt heute noch Künstlern neue Inspirationen.
Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten:
Teile diesen Beitrag:



